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Dabei sein und Gas geben

[25|06|2015]

Manuel Scheibel ist bei der Sommer Universiade in Gwangju (Südkorea) dabei!

Vom 03. bis zum 14. Juli 2015 treffen sich dort die besten studentischen Spitzensportler/innen zur zweitgrößten Multisportveranstaltung nach den Olympischen Spielen. Bei der 28. Sommer-Universiade werden Medaillen in insgesamt 21 Sportarten vergeben. Die Aktiven der deutschen Mannschaft gehen in 13 Sportarten an den Start. Zusammen mit rund 120 deutschen Spitzensportler/innen fliegt Manuel nach Südkorea. Eine komplette neue Sportausrüstung hat er schon bekommen, von Sonnenbrille, Trainingsanzug bis zu den Flip-Flops ist alles dabei. Nach seinem fünften Semester hat er zurzeit keine Prüfungen mehr offen. „Das passt einfach zeitlich echt gut, ansonsten hätte ich nicht nach Südkorea gekonnt“ sagt Manuel in einem kurzen Interview.

 

 

Schon seit seinem dritten Lebensjahr treibt Manuel Judo. „Wenn man als Kind in Abensberg aufwächst, hat man auch kaum eine sportliche Alternative“, schmunzelt Manuel. Als das „FC Bayern“ des Judos gilt die kleine Stadt in Niederbayern. Da geht einfach fast jeder zum Judo und immer neue Talente wachsen nach.

 

Judo ist auch der Grund, warum Manuel in München studiert. Am Olympiastützunkt in Großhadern hat er kurze Wege, die er braucht, um Studium und Sport unter einen Hut zu kriegen. Dort kann er schon vor der ersten Vorlesung trainieren. Um 08:00 Uhr beginnt das erste Training im Kraftraum, anschließend geht es gleich an die Hochschule. Nach den Vorlesungen ist noch Zeit zum Lernen, bevor es abends wieder auf die Matte geht. Ein ganz normaler Trainingstag endet gegen 21:00 Uhr. „Da bleibt natürlich wenig Zeit für andere Sachen“ sagt Manuel, zumal es an den Wochenenden meistens auch noch zu den Wettkämpfen geht. Bis zur letzten Saison war Manuel in der Nationalmannschaft der Deutschen Junioren, dieses Jahr kämpft er erstmalig bei den Männern mit. Durch seinen 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft 2015 nominierte er sich für die Teilnahme bei der Sommer Universiade. Dort hat er am 06.07.2015 seinen Einzelkampf in der Gewichtsklasse bis 66 kg. „Das wird bestimmt schwer, besonders die asiatischen Gegner sind echt hart“ meint Manuel, aber mit ein bisschen Losglück schafft er es hoffentlich weiter in die nächsten Runden. „Ich gebe auf jeden Fall Gas“, meint Manuel entschlossen.

 

Und auch wenn der Kampf in Gwangju nicht wie geplant läuft, es wird auf jeden Fall ein Erlebnis dabei zu sein. „Ich freue mich auf den Einmarsch und die Eröffnungsfeier, das wird cool“ sagt Manuel. Nach den Wettkämpfen wird er auch ein paar Tage Zeit haben, um Seoul zu besuchen, andere Sportwettkämpfe anzuschauen oder einfach mal zu feiern. Denn wirklich zur Ruhe kommt Manuel auch nach der Universiade nicht. Er plant noch im Juli ein fünfwöchiges Praktikum in einem Ingenieurbüro. Erst im August geht es für drei Wochen in den wohl verdienten Urlaub.

 

Das nächste große sportliche Ziel ist auf jeden Fall die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Für die Nominierung muss Manuel zu den Top 22 der Welt gehören. Allein der Qualifikationszyklus dauert mindestens 2,5 Jahre und kostet viel Zeit und Energie.

 

Dank eines Stipendiums bei der Deutschen Sporthilfe und noch weiterer finanzieller Unterstützung kann Manuel seinen Sport finanzieren. Es gibt im Judo leider keine Profis, so dass man sich auch beruflich weiter qualifizieren muss. Manuel möchte mal sein eigenes Ingenieurbüro als Tragwerksplaner betreiben. Vielleicht macht er auch noch den Master, das hängt natürlich auch von den sportlichen Erfolgen ab. „Ohne die Unterstützung und dem Verständnis der Professoren wäre mein Studium bisher nicht so gut gelaufen“ weiß Manuel. Wir drücken ihm jetzt auf jeden Fall die Daumen für die Universiade und wünschen viel Erfolg!

 

Die Sendetermine der Universiade auf Eurosport und Eurosport 2 finden Sie hier