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KRASP: Wenn Krananlagen ermüden

Knotenformen stehen unter besonderer Ermüdungsbeanspruchung
Knotenformen stehen unter besonderer Ermüdungsbeanspruchung

[09|11|2014]

Das Forschungsprojekt „KRASP – Kranspezifische Kerbfälle“ untersucht ermüdungsbeanspruchte Konstruktionen

Bei der Bemessung von Krankonstruktionen sind in der Regel die Ermüdungsnachweise maßgebend. In welchen Bereichen diese Ermüdungserscheinungen liegen dürfen, regeln unter anderem die beiden Normen EC3 – Teil 1-9 und EN 13001 – Teil 3-1. Das Problem: Diese beiden Normen wurden am „grünen Tisch“ erarbeitet. Teilweise beruhen sie auf einer europäischen Kompromisslösung.

 

Dynamische Prüfmaschinen untersuchen Ermüdungserscheinungen
Dynamische Prüfmaschinen untersuchen Ermüdungserscheinungen
Das Hauptziel des Forschungsprojektes „KRASP – Kranspezifische Kerbfälle“ besteht darin, die beiden Normen zu vergleichen und gegebenenfalls zu erweitern. Dazu zieht das Forschungsteam um Prof. Christof Hauser zum einen vorhandene, teils bislang unveröffentlichte Versuchsdaten heran. Zum anderen führt das Team ergänzende Versuche durch. Den Schwerpunkt der Untersuchungen bilden Knotenformen, die unter Ermüdungsbeanspruchung stehen, sowie die kranspezifischen Kerbfälle. Für die Bestimmung der Lastkollektive der Turmdrehkräne kommt eine neue Software der Firma Liebherr zum Einsatz.

 

Diese Vorgehensweise soll künftig ebenso wirtschaftliche wie sichere Konstruktionen von Krananlagen ermöglichen. Dazu ist es notwendig, die neu gewonnenen Erkenntnisse mittelfristig in die bestehenden Normen einzuarbeiten. Kurzfristig finden die Ergebnisse bereits Berücksichtigung: Durch die Mitarbeit der wichtigsten Kranhersteller. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

dw