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Klebstoff für Fassaden aus Glas

Glas ist ein modernes und flexibel einsetzbares Bauelement (Foto: cocoparisienne/pixabay.com)
Glas ist ein modernes und flexibel einsetzbares Bauelement (Foto: cocoparisienne/pixabay.com)

[04|08|2014]

Forschungsprojekt der Fakultät Bauingenieurwesen zum Tragverhalten geklebter Elemente

Bei der Optimierung der Energieeffizienz von Gebäuden spielen gläserne Fassaden- und Photovoltaikelemente eine maßgebliche Rolle. Zum Beispiel werden zur Wärmedämmung technisch optimierte Isolierglasscheiben eingesetzt oder Photovoltaik-Module zur Umwandlung solarer Energie in elektrischen Strom in die Fassade integriert.

 

Das Forschungsprojekt „Werkstoffgerechte strukturelle Verbindungstechniken für energieeffiziente Fassadentechnologie“ (WEST) unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Schuler der Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule München wurde deshalb vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zum „Projekt des Monats“ ausgezeichnet.

 

Kleben statt bohren

Fassadenelemente können durch Bohrungen, Halterungen oder Leistenverbindungen auf einer Rahmenkonstruktion am Gebäude befestigt werden. Diese Art der Anbindung hat jedoch den Nachteil, dass sie mechanische und energetische Schwachstellen in der Verglasung verursachen kann. Eine Lösung bietet die Klebtechnik als Fügeverfahren. Ihre Anwendung ist jedoch aufgrund fehlender Kenntnisse über das Tragverhalten geklebter Elemente sehr eingeschränkt.

 

Die Forschungsgruppe unter Leitung von Christian Schuler untersucht geklebte Verbindungselemente für den Fassadenbau hinsichtlich ihrer Trag- und Versagensmechanismen. Dazu soll bald im Innenhof des Hochschulgebäudes in der Lothstraße 64 soll ein gläserner Unterstand aufgestellt werden.

 

Auf Basis der Untersuchungsergebnisse werden Empfehlungen hinsichtlich der Einsetzbarkeit von Klebverbindungen im Glasfassaden- und Photovoltaikbau formuliert.

 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Forschungsprojekt im Rahmen der Förderlinie „FHprofUnt“ des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ mit rund 322.000 Euro.

 

Thorsten Naeser/mh