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Damit die Brücken halten

[19|05|2016]

Ein neues Forschungsprojekt sucht langfristige Lösungen für Bauwerksschäden dank Klebtechnik

Gründe für Schädigungen an deutschen Straßenbrücken sind das Alter der Brücken sowie die steigende Belastung der Tragstrukturen. Somit ist die Forschung an innovativen und wirtschaftlichen Sanierungskonzepten von zentraler Bedeutung.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Schuler, Fakultät für Bauingenieurwesen, läuft daher seit 1. Januar das Forschungsprojekt „GESTEK“, um neuartige Systemlösungen zur großflächigen Verstärkung und Sanierung von geschädigten Infrastrukturbauwerken unter Einsatz moderner Klebstoffsysteme zu entwickeln.

 

Die betroffenen Bauwerke können beispielsweise Stahlstraßenbrücken oder Kranbahnanlagen sein. Das Projekt des Labors für Stahl- und Leichtmetallbau wird in Zusammenarbeit mit dem Stahlbauunternehmen Pfitzner Stahl- und Metallbau GmbH sowie dem beratenden Ingenieurbüro IBUKO durchgeführt und durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter Heinrich Ehard und Joscha Weinert betreut.

 

Wanted: Langfristigkeit!

„GESTEK“ möchte nicht nur lokal auftretende Schäden, sondern vollständige Bauwerksteile dauerhaft sanieren und verstärken, um letztendlich die Lebensdauer des gesamten Bauwerks zu erhöhen.

 

Dafür wurde im Labor für Stahl- und Leichtmetallbau bereits im Rahmen des abgeschlossenen Forschungsprojektes NISS das grundlegende Potential der klebtechnischen Ertüchtigung kleinformatiger, klebtechnischer Verstärkungen und Ertüchtigungen definierter Detailpunkte ermittelt. Abschließend konnte die Sanierungsvariante an einer geschädigten Straßenbrücke im Raum Leverkusen erfolgreich verbaut und erprobt werden.

 

„GESTEK“ wird vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2017 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

 

 

Joscha Weinert/Sara Magdalena Schüller